„Angekommen: Teilhabe jetzt“

Yvonne Winkler berichtet von der Podiumsdiskussion


Das Sketchnote Protokoll hat der Künstler Samsidin Aidara vom Linden Legenz Verein aus Hannover gefertigt.

Am 10. Mai 2019 fand im Händel-Haus die Podiumsdiskussion „Angekommen? Teilhabe jetzt!“ statt. Als Veranstalter lud der VeMo Halle (Saale) e. V., Verband der Migrantenorganisationen Halle (Saale) ein. Eingeladen waren auf das Podium außer mir selbst Ute Haupt (LINKE), Dennis Helmich (GRÜNE) Detlef Wend (SPD), Ulrike Wünscher (CDU) und Gernot Nette (AfD).

Mit arabischer Livemusik wurde die Veranstaltung eingeleitet, die von Adama Logosu-Teko (Bundesverband NEMO) moderiert wurde. In verschiedenen Impulsvorträgen wurde der Verein VeMo vorgestellt, ein Verein, der seinerseits Mitglied von NEMO ist und in dem 13 Vereine und 9 Einzelpersonen Mitglied sind. VeMo beschäftigt 8 Mitarbeiter, diverse Praktikanten und zwei Personen, die den Bundesfreiwilligendienst dort ableisten.

Der Bundesverband NEMO steht für „Netzwerk der Migrantenorganisationen“. Er ist in 14 Bundesländern vertreten und tritt für 600 Mitgliedsorganisationen auf. Er organisiert Podiumsdiskussionen wie die hier veranstaltete in 32 weiteren Städten.
Im September findet in Halle die Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen statt. Ein Termin, den man sich merken sollte.

Eindrücklich waren für mich die Beiträge der Migranten, wie sie Halle erleben, welche Erfahrungen sie in unserer Stadt machen. Es sind nicht nur die dunkelhäutigen Menschen, die sich anspucken lassen müssen, die stehen gelassen werden, wenn das Gegenüber am Akzent merkt, dass sie keine Deutschen sind, wie aus dem Plenum zu erfahren war. Fazit war, dass Migranten in Halle deutlicher Rassismus entgegen schlägt, dass die Einwohner Halles zu wenig tolerant und offen sind, ein aus meiner Sicht untragbarer Zustand. Die Migrantenverbände haben es sich zum Ziel gesetzt, das Problem offensiv anzugehen, nicht Schuldige zu benennen, sondern nach Lösungen zu suchen. Teilhabe ist das Ziel, nicht die Assimilation, ein respektvolles Miteinander und das Gespräch mit der deutschen Bevölkerung.

Einig waren sich alle, dass Deutschkurse ein Gebot der ersten Stunde sind, unabhängig vom Aufenthaltsstatus der Migranten. Nur wer der Sprache mächtig ist, kann aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Unterstützung ist erforderlich, allerdings soll die Anleitung zur Selbsthilfe oberstes Gebot sein.

Ein wichtiges Anliegen der Migranten ist das Kommunalwahlrecht und die Möglichkeit an der politischen Entwicklung ihres Wohnortes partizipieren zu können. Solange sie nur Steuern in unserem Land zahlen müssen, aber sich nicht wenigstens in der Kommunalpolitik beteiligen könne, empfinden sie das als ungleichgewichtig. Weitgehend Einigkeit bestand bei den Podiumsteilnehmern, dass man dieses Anliegen unterstützen werde.
Ich habe angeboten, dass sie jederzeit zu unseren öffentlichen Fraktionssitzungen kommen und uns ihre Anliegen vortragen können.

Besuch bei helpING im Salinemuseum

Am Samstag, 27.04. war Yvonne Winkler beim Projektpitch helpING, der Zukunfts-Orientierungs-Akademie im Salinemuseum, die unter dem Motto „Mit MINT die Welt verbessern“ stand.

Schülerinnen der Oberstufe aus ganz Deutschland stellten ihre Projektideen für Halle-Neustadt der Zukunft vor, die sie im Rahmen der Akademiewoche erarbeitet haben.

Da gab es Vieles vom Green-City-Projekt (Dach-, Fassadenbegrünung, Photovoltaik) über den „Rolli-Olli“, einem smarten Bus für ältere Menschen bis hin zu Energiespar-Battles zwischen Wohnblöcken und vieles mehr. Inspirierend und innovativ! So fördert man Mädchen im MINT-Bereich. Für weitere Informationen: https://www.science2public.com